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Museum Bünde
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14.01.2019

Exponat des Monats Januar 2019

Rippentabak (Erste Hälfte 20. Jahrhundert) - E. H. Meyer, Bünde

Wer denkt, dass Tabak in der Zigarrenstadt Bünde ausschließlich zu Zigarren verarbeitet wurde, der irrt. Auch andere Rauchtabakprodukte wurden in Bünde hergestellt.

Bei der Zigarrenproduktion wurde die aus den Tabakblättern herausgelöste Mittelrippe nicht verarbeitet, am Zoll „zurückgewogen“ und ein Teil der Zollgebühren dementsprechend erstattet. Die Rippen wurden dann vernichtet. Erst später begann man, auch diese Teile des Tabakblattes zu „billigem“ Rauchtabak zu verarbeiten, wie man hier an dem Produkt der Firma E. H. Meyer aus Bünde sehen kann. Dazu mussten die Rippen so aufbereitet werden, dass sie gut schneidbar waren. Außerdem wurden sie mit aromatischen Soßen versehen und dadurch „aufgewertet“.

Früher wurde Rippentabak auch als Zubehör in der Imkerei verwendet, da die Imker den entstehenden Rauch nutzten, um die Bienen beispielsweise bei Arbeiten am Bienenstock bzw. der Beute ruhig zu halten.
Damit knüpft dieses Exponat thematisch auch an die seit einigen Jahren bestehende, erfolgreiche Kooperation des Museum Bünde mit dem Imkerverein Bünde und Umgebung an.


Telefon: 05223/161-0
Telefax: 05223/161-351
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