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Museum Bünde
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01.09.2020

Museum Bünde präsentiert das Exponat des Monats September 2020

Aktuell zu sehen: eine Petroleum-Wandlampe mit Reflexionsspiegel (ca. 1900)

Diese Petroleumlampe gelangte im Jahr 1969 in den Sammlungsbestand des damaligen Kreisheimatmuseums, das inzwischen im Museum Bünde aufgegangen ist.

Schon in der Antike gab es Öllampen, die aus einer flachen Steinschale mit einer in den Rand eingearbeiteten Rille für den Docht bestanden. Sie funktionierten nach demselben Prinzip wie die im 19. Jahrhundert aufkommenden Petroleumlampen. Der flüssige Brennstoff im Inneren der Lampe steigt durch Kapillarwirkung innerhalb des Dochtes nach oben und verdampft dort. Das so entstehende leicht entzündliche Brennstoffgas verbrennt hier mit einer relativ gleichmäßigen Flamme, wobei nicht nur Licht, sondern auch Wärme freigesetzt wird. Der Nachteil bei Petroleumlampen war, dass sie beim Verbrennungsprozess Ruß abgaben, der sich an der Innenseite des Lampenglases niederschlug.

Wesentliche Schritte zur funktionsfähigen Petroleumlampe, wie wir sie heute kennen, waren die Erfindung des Lampenzylinders (Rheinland um 1810) und des Runddochts im Jahre 1854 durch den polnischen Chemiker Ignacy Łukasiewicz (1822–1882) in Lemberg, der auch als einer der Pioniere der Erdöldestillation gilt.


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