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Museum Bünde
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12.02.2020

Museum Bünde: Exponat des Monats Februar 2020

Name: Limulus polyphemus
Objekt: Schwertschwanz, Pfeilschwanzkrebs
Fundort: Ostküste der USA, Atlantik
Datierung: (Ordovizium), Silur bis Gegenwart
Alter: ca. (480) 440 Millionen Jahre bis heute

Nur noch 4 verschiedene Arten von Pfeilschwanzkrebsen bewohnen Sand- und Schlickstrände in Wassertiefen zwischen 10 und 40 Meter im West-Atlantik sowie im Pazifik von Südostasien, wo sie sich von Pflanzen, kleinen Wirbellosen und Aas ernähren. Sie schreiten dabei mit ihren 5 Beinpaaren über den Grund, wenn sie schwimmen, drehen sie sich dagegen auf den Rücken. Die Weibchen legen 200 – 1000 Eier in flache Mulden am Strand, die erwachsenen Tiere können bis zu 20 Jahre alt werden. Sie besitzen 3 Augenpaare – jeweils am Vorderende des Rückenschilds, mittig auf dem Kopfschild und an der Basis der Oberlippe.
Trotz ihres Namens gehören sie nicht zu den Krebsen, sondern sind mit den Spinnentieren (Kieferklauenträger) verwandt.
Die urtümlichen Pfeilschwanzkrebse werden oft als „lebende Fossilien“ bezeichnet. Seit circa 440 Millionen Jahren besteht die Ordnung der Schwertschwänze fast unverändert bis heute. Sie gelten damit als Paradebeispiel für „Erfolgsmodelle der Evolution“.
In der Sonderausstellung wird ein 155 Mio. Jahre altes, fast identisches Fossil aus Solnhofen gezeigt.


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