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Stadtporträt
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Historischer Stadtrundgang

   

Ein kurzer Blick in die Stadtgeschichte

Bünde gehört zu den ältesten Siedlungen des Ravensberger Landes. Zur Zeit der Völkerwanderung machten sich hier die Angeln und Sachsen auf dem Weg. Zwei ihrer Anführer, Hengist und Horsa, sollen hier ihren Streit begraben haben und sich auf dem Felde in Bünde-Dünne die Hand zum gemeinsamen Handeln gereicht haben.
Beide sind heute die Symbolfiguren im Stadtwappen. Erstmalig wird der Ort in einer Urkunde von König Ludwig dem Deutschen am 22. Mai 853 unter der Bezeichnung "Buginithi" erwähnt. Bis 1222 entwickelte sich daraus der heutige Name "Bünde". Bereits im Mittelalter gewann Bünde, dank der zentralen Lage, eine gewisse Bedeutung. Kirche, Markt und Gerichtsbarkeit wirkten sich dahin aus, dass neben den Bauernhöfen auch Händler und Handwerker sowie Tagelöhner und Kötter hier siedelten. Im 11. Jahrhundert bildete sich das Kirchspiel Bünde aus dem Dorf und 15 Bauerschaften. Im Jahr 1719 wurde der Ort von Friedrich Wilhelm I. zur Titularstadt erhoben.

Auf den Spuren von Steinmeister & Wellensiek
Im Lauf der Jahrhunderte siedelten sich neben landwirtschaftlichen Betrieben im Schatten der Laurentiuskirche Handwerker und Kaufleute an. Die Blütezeit des Leinen- und Garngewerbes wirkte sich auch positiv in Bünde aus. Wegen der fortschreitenden Technisierung, mit der Erfindung der Spinnmaschine und des mechanischen Webstuhls verlor der Wirtschaftszweig im Laufe der Zeit zunehmend an Bedeutung. Auch deshalb war die Geburtsstunde der heimischen Zigarren- und Rauchtabakproduktion im Jahr 1842 richtungsweisend. Sie führte dazu, dass Bünde als die "Zigarrenstadt" oder die "Zigarrenkiste" weit über ihre Grenzen hinaus bekannt wurde. Noch heute zeugen viele Gebäude von der Dominanz dieses Wirtschaftzweiges. Im Tabakspeicher am Bahnhof zum Beispiel wird auch in diesen Tagen noch Tabak gelagert. Das Denkmal "Steinmeister und Wellensiek" in der Fußgängerzone vor dem Rathaus erinnert an die Gründer der Zigarrenindustrie. Prachtvolle Villen in der Innenstadt vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der Lebensart der damaligen Zigarrenhersteller. Eng verknüpft mit der Expansion der Zigarrenindustrie war die Entwicklung der Zubehör- und Nebenbetriebe wie Druckereien, Kartonagen- und Zigarrenkistenhersteller. Ein weiterer Fortschritt war der Bau der Eisenbahnlinie Löhne-Osnabrück in den Jahren 1853 - 1855.

Die Stationen

Nun möchten wir in Bünde Sie einladen zu einem kleinen Sparziergang durch die Geschichte. Wir starten in der Bahnhofstraße am Rathaus:
   

Denkmal Steinmeister und Wellensiek ­
(Beschreibung Station 1)

DasDenkmal der Zigarrenpioniere Steinmeister & Wellensiek zeigt zum einen "Töns" Wellensiek mit einer Handkarre. Eine Legende besagt, dass er zunächst zu Fuß mit einer Kiepe auf dem Rücken, dann mit einer Handkarre (Denkmaldarstellung) und beim dritten Mal den Tabak mit einem Pferdefuhrwerk aus Bremen geholt haben soll.
Sein Teilhaber Friedrich August Steinmeister, mit dem er 1856 die Zigarrenfabrik Steinmeister & Wellensiek gründete, wird als Repräsentant der Firma dargestellt.
Die Beiden verband eine enge Freundschaft, die das Denkmal symbolisiert.

Adresse:
Bahnhofstraße 13
32257 Bünde

Wir lösen uns vom Studium der Denkmalfiguren und blicken hinüber zu den zwei Fachwerkhäusern am Rathausvorplatz (Station 2 und 3):

   

Hof Rahning (Beschreibung Station 2)


Der Hof Rahning ist ein  4-Ständer-Fachwerkhaus, das 1677 gebaut wurde. Das ehemalige Bauernhaus ist im Jahre 1748 abgebrannt und ein Jahr später von dem damaligen Besitzer, Johann Ludwig Potthof, wieder aufgebaut worden. Im Kellermauerwerk sind außen 2 sogenannte Schreckköpfe und steinmetzmäßig behauene Sandsteinplatten sichtbar.
Dieses Fachwerkhaus dürfte wohl als reines Bauernhaus errichtet worden sein. Etwa 1843 hat hier in diesem Gebäude Tönnies Wellensiek seine ersten Zigarren hergestellt, bevor er in die Eschstraße umzog.
Nach einer gründlichen Restaurierung des denkmalgeschützten Fachwerkhauses zog im März 1976 die Stadtbücherei ein und hatte über 25 Jahren dort ihr Domizil.
Adresse:
Bahnhofstraße 17
32257 Bünde
   

Haus Dahlkötter (Beschreibung Station 3)


Das erbaute 4-Ständer-Fachwerkhaus "Dahlkötter" soll nach im Jahre 1555 erbaut worden sein. Wenn diese Angabe stimmt, dürfte das Gebäude wohl das älteste Haus in Bünde sein. Es wurde wohl ursprünglich als reines Bauernhaus gebaut. Ein Anbau an der Westseite diente als Stallgebäude. Der unterkellerte Teil des Hauses mit den heute noch vergitterten kleinen Fenstern diente der Polizeibehörde eine Zeit lang als Gefängnis. Heute residiert in dem Gebäude das Standesamt.

Adresse:
   

Museum Bünde (Beschreibung Station 4)

Deutsches Tabak- und Zigarrenmuseum

In dem 1828 erbauten Striedieckschen Hof erhalten Sie Einblick in die Welt des Tabaks und des Tabakkonsums. In dem landwirtschaftlichen Gebäude Finden Sie 2230 Exponate und 31 Medienstationen.

Die Ausstellung ist in vier Abteilungen gegliedert:

   

Allgemeine Kulturgeschichte des Tabaks

Der Tabak, mit dem lateinischen Namen Nicotiana, ist eine Pflanzengattung, zu der ca. 75 Arten gehören. Tabak ist nach allem, was wir wissen, eine ursprünglich amerikanische Pflanze und wurde von den indigenen Völkern Amerikas kultiviert.

Sowohl Tabakspfeifen, Zigarren und Zigaretten als auch Kau- und Schnupftabak sind in ihren Urformen von den Indianern entwickelt worden.

Die Kunde des Tabaks kam durch Christoph Columbus nach Europa. Vermutlich brachten Seefahrer, die die Neue Welt bereisten, den Tabak, Anfang des 16. Jahrhunderts, mit. Zunächst wurde Tabak als Heilmittel eingesetzt, dem allerlei Wirkungen zugeschrieben wurden. Zum Ende des 16. Jahrhunderts machte der berühmte Seefahrer Sir Walter Raleigh das Rauchen am englischen Hof salonfähig.

Nicht nur als Genussmittel, auch in Kriegszeiten spielte der Tabak eine besondere Rolle. Egon Cesar Conte Corti schilderte 1930 in seinem Standardwerk zur Geschichte des Tabaks „Die trockene Trunkenheit – Ursprung, Kampf und Triumph des Rauchens“ eindrucksvoll, dass das Rauchen während und nach den Kriegen an Aufschwung und Intensität zunahm:

„Der Dreißigjährige Krieg hat das Rauchen im Nu über ganz Europa verbreitet, und nach ihm begann es Gemeingut aller Welt zu werden. Die Napoleonischen Kriege haben das Rauchen, das einige Jahrzehnte vom Schnupfen bedenklich in den Hintergrund gedrängt war und von vielen schon totgesagt wurde, in der neuen Form des Zigarrenrauchens wieder eingeführt. Der Krimkrieg hat die Zigarette gefördert, und nach dem Weltkrieg endlich hat das Rauchen in allen Landen in unerhörtem Maße zugenommen. [...] Wenn auch der Gang der Kriegsereignisse, Unregelmäßigkeit und Mangel zeitweise den Nachschub empfindlich störten, so waren doch alle Oberkommandierenden im Kriege bestrebt, die Leute ausreichend mit Tabak zu versorgen, denn sie sahen darin ein Nervenbetäubungsmittel, das die Soldaten über die Furchtbarkeit des Geschehens etwas hinwegtäuschen sollte.“

   

Tabakanbau in Deutschland

Seit über 400 Jahren wird in Deutschland Tabak angebaut. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer großen Ausbreitung. Ca. 200.000 Landwirtschaftsbetriebe bauten in Deutschland damals auf über 30.000 ha Tabak an.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts begann die Europäische Union, den Tabakanbau in Europa mit Subventionen von 1 Milliarde Euro jährlich zu fördern. Davon entfielen rund 150 Millionen Euro auf den Tabakanbau in Deutschland. Seit 2005 wurden jedoch 20 Prozent der Subventionen gezielt dafür eingesetzt, Tabakpflanzer zum Umsteigen auf andere Erzeugnisse zu ermuntern.

Im Jahr 2010 wurden die Subventionen der EU für den Tabakanbau in der EU eingestellt. In Deutschland wird nur noch vereinzelt Tabak angebaut.

   

Die Geschichte der Zigarrenindustrie im Minden-Ravensberger Land

Durch den Import maschinell gefertigter, billiger Baumwollstoffe aus England lag das Leinewebergewerbe im Minden-Ravensberger Land in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts am Boden.

So gab es hier für die Ansiedlung des Tabak verarbeitenden Gewerbes hier sehr gute Voraussetzungen:

  • Viele handwerklich geschickte Menschen suchten dringend neue Erwerbsquellen.
  • Es wurden fast ausschließlich Rohtabake aus Übersee verarbeitet. Diese konnten von Bremen günstig über die Weser hierher geliefert werden.
  • Minden-Ravensberg gehörte zu Preußen und damit zum Gebiet des Deutschen Zollvereins. Hier war die Einfuhr von Rohtabak nur mit geringen Einfuhrzöllen belegt, die Einfuhr fertig hergestellter Zigarren hingegen mit hohen Einfuhrzöllen. Um innerhalb des Gebietes des Zollvereins Zigarren mit guter Gewinnspanne zu verkaufen, war es daher von großem Vorteil, diese auch im Zollinland herzustellen.


1842 nahm der Zigarrenhersteller Georg Meyer in Bünde eine Zigarrenproduktion auf. 1843 folgte Tönnies Wellensiek, der allgemein als der Begründer der Bünder Zigarrenindustrie gilt.

Schnell bildeten sich immer mehr Fabriken. Zunehmend wurden neben der Fabrikarbeit die Zigarren in Heimarbeit hergestellt. Während der Blütezeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war ein Großteil der Bünder Bevölkerung in der Zigarrenindustrie beschäftigt. Ab Anfang der 50er Jahre setzte eine Zeit des Niedergangs für die Zigarrenindustrie ein. Heute ist die Zahl der zigarrenproduzierenden Betriebe bis auf drei geschrumpft.

   

Rauchen und Gesundheit

Die Einschätzung der Wirkung des Tabaks auf die Gesundheit erfährt im Laufe der Zeit eine vielfache Wandlung. Zunächst als Heilmittel geschätzt, setzte sich spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine negative Einschätzung zunehmend durch.

Heute sind die Gefahren durch das Rauchen unumstritten. Rauchen ist eine der wichtigsten Einzelursachen für vorzeitiges und gehäuftes Auftreten von Krankheit, Invalidität und Tod.

Neun von zehn Lungenkrebstoten waren starke Raucher. Bis zu einem Viertel aller Herz-Kreislauf-Krankheiten und peripheren Durchblutungsstörungen, wie z.B. das Raucherbein, wird durch Rauchen verursacht.

Deutsches Tabak- und Zigarrenmuseum
Das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum wurde 1937 gegründet. Es residiert seither im alten Striedieckschen Hof, einem malerischen Fachwerkhaus, das obendrein eine Beziehung zum Tabak hat; denn die Striedieks waren schon 1876 Zigarrenfabrikanten geworden, weil ihnen das Geschäft mit dem Tabak einträglicher schien als die Arbeit auf dem Acker. Zugnummer der kleinen kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Schau von 1937 wurde eine riesige Zigarre. Sie ist 1,60 Meter lang und war die Antwort von vier Bünder Zigarrenmachern auf die amerikanische Herausforderung, die größte Zigarre der Welt zu besitzen.
Heute präsentiert das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum seinen Besuchern eine geschlossene, eindrucksvolle Zusammenschau des Tabaks. Von der Santa Maria des Kolumbus und Wegbereitern wie Sir Walter Raleigh und Jean Nicot über Friedrich den Großen und Hoffmann von Fallersleben spannt sich der Bogen der Geschichte bis in die Gegenwart mit Carl Zuckmayer und Theodor Heuss, vorbei an grotesken Pfeifen und leuchtenden Dosen, an launigen Stichen, vergilbten Deklarationen und bauchigen Töpfen.

Fachwerkensemble im Museum Bünde (Heimatmuseum)

   

Dammhaus (Museum Bünde)

Das "Dammhaus" ist ein Kötterhaus aus dem Jahre 1595. Es gehörte zum Rittergut Bustedt am südöstlichen Stadtrand von Bünde und stand bis 1972 in unmittelbarer Nachbarschaft der Wasserburg. 1975 wurde es in den Museumsbereich umgesetzt. Das Dammhaus gehört zur Gruppe der Niederdeutschen Hallenhäuser und ist der Konstruktion nach ein Zweiständerhaus. Mehrere Besonderheiten erheben es zum Baudenkmal. Es ist das älteste Bauernhaus des Kreises Herford. Beeindruckend ist die Holzfülle des Baukörpers. Die wuchtigen Ständer, Balken und Konsolen sind der Schmuck des Hauses. Auffallend ist auch der dreifach vorgekragte Steilgiebel mit seinem schlichten Bretterbehang gegenüber dem Walm des Wohngiebels. Ausgestellt sind Möbel, Hausrat und Arbeitsgerät der bäuerlichen Bevölkerung Minden-Ravensbergs.
   

Haus Hurlbrink (Museum Bünde)

Das "Hurlbrinksche Haus" stand bis 1976 in unmittelbarer Nähe zum Striedieckschen Hof und wurde hier 1979 wiedererrichtet. Es ist ein dreischiffiges Vierständerhaus mit linksseitiger Stubenauslucht aus dem 17. Jahrhundert. 1688 wurde es von Ludwig Oppermann gekauft, wie die Toninschrift besagt. Als Typ eines Ackerbürgerhauses einer mittleren städtischen Sozialschicht ist das Haus ein kulturgeschichtliches Dokument. Die verschiedenen Umbauphasen zeigen den Wandel vom Kleinbauernhaus zum Handwerkerhaus mit mehreren Mietern. Die Ausstattung zeigt, wie man um 1900 in Bünde lebte und arbeitete. Neben Küche, Stube und Kammern ist eine Schusterwerkstatt zu besichtigen. Ein Krämerladen erinnert an Großmutters Zeiten.
   

Spieker (Museum Bünde)

Der "Spieker" wurde 1787 auf dem Meyerhof in Bünde - Spradow errichtet. Johann Heinrich Meyer zu Spradow heiratete 1806 auf Striediecks Hof und brachte den Kornspeicher mit. Das "Verfahren" des Spiekers erinnert daran, dass Bauernhäuser einst zur fahrenden Habe gehörten. In Bünde wurde das Gebäude bald zweckentfremdet. Es diente im vergangenen Jahrhundert als Gefängnis. Die Einsitzenden vertrieben sich die Zeit, indem sie allerlei Figuren und Zeichen in die Verbretterung des Obergeschosses schnitten. Die ausgestellten Geräte zur Textilherstellung dokumentieren neben historischen Fotos den Weg vom Flachs zum Leinen und erinnern an das "Linnenländchen" Ravensberg, wo um 1800 etwa 20.000 Spinnräder surrten.
   

Striediecks Hof (Museum Bünde)

Der Striediecksche Hof ist ein 1830 errichtetes zweiflügeliges städtisches Bauernhaus mit Krüppelwalmdach. Hier und in zwei weiteren Fachwerkhäusern der Hofanlage stehen herrliche alte Bauernschränke, deren kernige Eiche reiches Schnitzwerk und farbenfrohe Bemalung überziehen. Neben massigen Truhen thronen fürstliche Himmelbetten mit dem "Help up" und der "Hohen Kante". Die Möbel stammen überwiegend aus den zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge gelegenen Landesteilen des einstigen preußischen Territoriums Minden - Ravensberg. Die Sammlung historischer Bauernmöbel gehört zu den größten dieser Art in Westfalen. Sie zeigt Truhen, Schränke und Bettstellen, weiterhin Uhren und Wiegen, Tische, Stühle und Kästen neben anderen Kleinmöbeln. Zu Striediecks Hof gehören drei interessante Nebengebäude, in denen Teile der volkskundlichen Sammlung des Kreisheimatmuseums ausgestellt sind.

Dobergmuseum - Geologisches Museum Ostwestfalen-Lippe

Im Tiefgeschoss des Dobergmuseums ist die geologische Daueraustellung "Expedition Doberg" untergebracht.

Im Süden der Stadt Bünde gibt es ein Areal mit dem Namen Doberg, in dem früher kalkhaltiges Mergelgestein als „Dünger“ für die Landwirtschaft der Umgebung abgebaut wurde. Durch die tiefen Einschnitte des Gesteinsabbaues wirkt dieses Gebiet, heute wie eine mit steilen Hügeln besetzte Senke. Die Gesteine, die hier abgebaut wurden, sind im Mittel 30 Millionen Jahre alt und stammen aus einem Zeitabschnitt, der in der geologischen Wissenschaft als das Oligozän bezeichnet wird.

Die Gesteinsschichten des oberen, also jüngeren Abschnitts des Oligozän, mit der Bezeichnung Chatt, sind am Doberg so vollständig erhalten, dass der Doberg als einer der weltweit gültigen geologischen Referenzpunkte für das Chatt anerkannt ist.

In der damaligen Zeit befand sich hier der Küstenbereich eines subtropischen Meeres, in dem Haie, Seekühe und Zahnwale schwammen. Auf dem Meeresgrund dieses flachen Küstenabschnittes lebten zahlreiche kleinere Lebewesen wie Seeigel, Armfüßer, Muscheln und Krebse.

Die geologische Dauerausstellung des Dobergmuseums bietet auf ca. 550 m2 Ausstellungsfläche, neben nahezu 1000 vor allem aus der Region stammenden Exponaten, verschiedene interaktive Stationen, mit deren Hilfe sich die Besucher selbstständig in die faszinierende Welt der regionalen Erdgeschichte einarbeiten können.

Adresse:
Fünfhausenstraße 8 - 12
32257 Bünde

Telefon: 05223/793300
E-Mail schreiben
www.buende.de/museum
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Wir kehren beeindruckt in das aktuelle Zeitalter zurück und spazieren vor der Treffpunkthaltestelle des Stadtbusses rechts die Elsestraße hoch zur Station 5:

   

Marktplatz (Beschreibung Station 5)

Markt und Marktbetrieb haben in Bünde eine mit Sicherheit nachweisbare mehr als zweihundertjährige Tradition, wenn auch in einer anderen Form als der heutigen. Historisch zum ersten Mal fassbar wird er durch eine Verfügung der Kriegs- und Domänenkammer Minden vom 13. Dezember 1755, mit der zwei bisher in dem Dorf Dünne abgehaltene Markttage in die nur wenig entfernte Stadt Bünde verlegt werden.

Der Marktplatz existiert an dieser Stelle seit Ende des 19. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahrzehnte wurde er gepflastert und die Bäume gefällt. Die Gebäude unmittelbar am Marktplatz bestehen in renovierter oder erweiterter Form bis heute. Traditionell bleiben die Markttage: jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag vormittags.

Adresse:
Anschrift für Navigationsgeräte
Marktstraße 6
32257 Bünde

An der Ampel wenden wir uns nach links und erblicken auf der linken Seite mit den kleinen Türmchen und Erkern die Station 6:

   

Villa Rehling (Beschreibung Station 6)

1893/1904 ließ der Zigarrenfabrikant Carl-Heinrich Rehling die Villa an der Hindenburgstraße/ Ecke Kaiser-Wilhelm-Straße bauen. Der Entwurf stammte von den Hannoveraner Architekten August Stabelberg und Friedrich Schermer. Das zweigeschossige Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss, ist voll unterkellert und hat ein ausgebautes Dachgeschoss.
Carl-Heinrich Rehling war Mitinhaber der Zigarrenfabrik Rehling & Blanck. Gleichzeitig war er auch Mitbegründer der "Evangelischen Höheren Stadtschule", Vorläuferein des heutigen Gymnasiums.
Bis 1985 blieb die Villa im Besitz der Familie Rehling. Seit 1985 ist die Villa eingetragenes Denkmal. Im Erdgeschoss befinden sich heute Büroräume einer Rechtsanwalts- und Notarkanzlei, darüber befinden sich Wohnräume.
Die Villa Rehling zählt zu den bekanntesten Bünder Fabrikantenvillen, da sie eine prachtvolle Außengestaltung aufweist.

Adresse:
Hindenburgstraße 3
32257 Bünde

Wir überqueren die Kaiser-Wilhelm-Straße und gehen die in der Kurve einmündende Hindenburgstraße hinunter. Hier reihen sich mehrere Villen aneinander. Eine von ihnen ist die Station 7:

   

Villa André (Beschreibung Station 7)

Sie wurde im Jahre 1891 von dem Zigarrenfabrikanten Georg gebaut. Die aus Osnabrück stammende Zigarrenfirma Arnold André richtete schon im Jahre 1851 eine Filiale in einem Wohnhaus in der Eschstraße 50 ein. Ein eigenes Fabrikgebäude wurde schon bald darauf errichtet.
Die Villa André blieb bis 1945 im Familienbesitz. Ab 1945 bis 1979 war sie von den Besatzungstruppen belegt, die unter anderem einen Kindergarten dort eingerichtet hatten. Seit 1984 ist sie in die Denkmalliste der Stadt Bünde eingetragen und gehört einer Grundstücksgemeinschaft.
Die Villa André zeugt mit ihren neubarock-historisierenden Form, die sich vor allem in der Straßenansicht zeigen, vom Wohlstand und Repräsentationsanspruch der damaligen Zigarrenfabrikanten. Auch diese Villa prägt das Gesicht der Hindenburgstraße und legt Zeugnis ab von der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung der Stadt Bünde.
Adresse:
Hindenburgstraße 11
32257 Bünde

An der nächsten Kreuzung biegen wir links in die Steinmeisterstraße und passieren die Station 8:

   

Stadthalle (Beschreibung Station 8)

Der historische Stadtgarten wurde im Jahre 1890 von der "Stadtgarten-Bau-Gesellschaft" unter Vorsitz von August Steinmeister gebaut. Reiche Bünder Bürger aus verschiedenen Vereinen, darunter natürlich auch einige der großen Tabakfabrikanten, wollten repräsentative Räumlichkeiten für Feste, "vaterländische" Feiern sowie Theateraufführungen und Konzerte schaffen. Das heutige Stadtgartengebäude wurde 1958 errichtet, nachdem 3 Jahre zuvor das alte Gebäude nach einer Weihnachtsfeier in Flammen aufgegangen war. Nach einer intensiven Renovierung 1997 ist der Stadtgarten wieder ein beliebter Veranstaltungsort.

Adresse:
Steinmeisterstraße 13
32257 Bünde

Telefon: 05223 178888
http://www.stadtgarten.tv/
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Am Ende der Steinmeisterstraße gelangen wir links in die Eschstraße. Hier besuchen wir mehrere Stationen.

   

Villen Steinmeier (Beschreibung Station 9)

Die beiden Steinmeistervillen sind Zeugen der erfolgreichen Bünder Zigarrenfabrikanten der Blütezeit der Zigarrenindustrie. Eschstraße 45 wurde um 1860 vom Tabakkaufmann Friedrich August Steinmeister (sen.) als Einfamilienwohnhaus errichtet. Das Grundstück reichte von der Eschstraße bis an die Else. Im Bereich des heutigen Steinmeister-Parks wurden mehrere Teiche zur Fischzucht angelegt, heute ist noch ein Teich übriggeblieben. Das Gebäude Eschstraße 43 wurde um die Jahrhundertwende von August Steinmeister jun. errichtet. Das im Neoklassizismus errichtete Gebäude ist eines der opulentesten Bauwerke in unserer Stadt. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.
Adresse:
Eschstraße 43 und 45
32257 Bünde

Wir gehen bis zur nächsten Kreuzung. Von hier aus können Sie einen Abstecher nach links machen zur Station 10.

   

Pauluskirche (Beschreibung Station 10)

Die Pauluskirche ist eine von 1869 bis 1873 im neugotischen Stil errichtete dreischiffige Hallenkirche (Baumeister: W. Moelle aus Minden). Die aus Wesersandsteinen gebaute Kirche, mit einem wuchtigen Turm an der Westseite, wurde seinerzeit für 1.200 Personen als sogenannte Predigtkirche errichtet, das heißt, die Kanzel steht inmitten der zuhörenden Gemeinde. Der imposante Eindruck des Bauwerks zeugt vom Wachstum der evang.-luth. Bünder Kirchengemeinde und der Stadtentwicklung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Pauluskirche steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Neben den Gottesdiensten und weiteren kirchlichen Veranstaltungen finden dort regelmäßig klassische Konzerte mit in- und ausländischen Künstlern statt.

Adresse:

Zurück von der Pauluskirche oder nach einer kleinen Pause auf den Bänken am Brunnen auf dem Tönnies-Wellensiek-Platz gehen wir die Fußgängerzone Eschstraße hinunter. Gleich rechts steht Station 11:

   

Wohnhaus Wellensiek

Das Gebäude wurde Anfang des 19. Jahrhunderts mit zwei zur Eschstraße weisenden Giebeln errichtet. Zwischen 1816 u. 1832 hatte Bünde den Status einer Kreisstadt erhalten, das Landratsbüro war in jenem Gebäude untergebracht. 1856 kaufte Tönnis Wellensiek das Haus von der Witwe des Kreissekretärs Consbruch. Die Zigarrenfabrik der Firma Steinmeister & Wellensiek lag schräg gegenüber. Das Gebäude Eschstraße 35 ist heute noch im Besitz der Familie Wellensiek.

Adresse:
Eschstraße 35
32257 Bünde

In der Eschstraße sollten Sie es trotz der abwechslungsreichen Geschäftszeile nicht versäumen, immer mal wieder einen Blick nach oben auf die verschiedenen Häusergiebel zu werfen. Wir verlassen die Einkaufsstraße und biegen rechts in die Wehmstraße ein. Nach einigen Metern erblicken wir rechts die Station 12 und links die Station 13:

   

Pfarrhaus

Dieses Gebäude wurde um 1822 gebaut. Es ist ein eingeschossiges 4-Ständer-Fachwerkhaus mit ausgebautem Dachgeschoss, Satteldach mit Krüppelwalm und Freitreppe vor dem Haupteingang zur Straße und gehört zur Randbebauung um den Kirchhof.
Für die Stadt Bünde ist das Gebäude von besonderer städtebaulicher Bedeutung, weil es von der baulichen Entwicklung der Stadt Bünde im 19. Jahrhundert zeugt und weil es ein Teil der noch erhaltenen niedrigen Randbebauung um den Kirchhof der Laurentiuskirche ist.
Das Fachwerkhaus dürfte wohl nur als reines Pfarrhaus gebaut worden sein und zwar als wahrscheinlich 2. Pfarrhaus, denn in einem Bauantrag aus dem Jahre 1890 für eine Mauer ist dieser Antrag für die "2. Pfarre" gestellt. Durch den Bevölkerungszuwachs wird vermutlich die Errichtung einer 2. Pfarrstelle notwendig geworden sein. Denn in Bünde gab es zur Zeit der Errichtung des 2. Pfarrhauses zum Beispiel von 1810 – 1832 den Pfarrer Kahler und von 1820 – 1835 den Pfarrer Weihe. Soweit bekannt ist, haben nur Pfarrer in dem Gebäude gewohnt.
Eine Innschrift am Dachausbau an der Westseite weist ebenfalls auf ein kirchliches Gebäude hin: GOTT IST UNSERE ZUVERSICHT UND STÄRKE PSALM 46

Adresse:
Wehmstraße 10
32257 Bünde
   

Laurentiuskirche (Beschreibung Station 13)


Die Laurentiuskirche in Bünde zählt zu den ältesten Kirchengründungen in Westfalen. Anhand eines Urkundentextes aus dem Jahre 853 wurde rekonstruiert, dass diese Kirche zusammen mit einer Hofsiedlung "Buginithi" schon zur Zeit Ludwig des Frommen (778-840) bestanden hat.

Nach mehreren Bau- und Umbaumaßnahmen entstand dann im 13. Jahrhundert der noch heute im Kern erhaltene spätromanische Kreuzsaal. Der Westturm datiert wahrscheinlich früher. Seit 1984 steht das älteste Bauwerk Bündes unter Denkmalschutz. Die im Mittelpunkt der Stadt errichtete Kirche ist ein Zeugnis der beginnenden Bünder Stadtwerdung. Bei der 1979 – 1981 erfolgten Renovierung des Innenraumes der Kirche wurden auch Ausgrabungen vorgenommen, um vielleicht Anhaltspunkte über das Alter des Kirchengebäudes zu bekommen. Es wurden aber lediglich einige gut erhaltene Fundamentreste gefunden, aus denen man aber schließen kann, dass sie wahrscheinlich aus der Zeit Karls des Großen stammen, also etwa um 800 nach Christus. Diese Fundamente könnten der Unterbau für ein damals schon vorhandenes Kirchengebäude sein.

Adresse:

Wir überqueren jetzt den Kirchplatz. An der Kirchmauer nehmen wir uns etwas Zeit, um den Blick schweifen zu lassen. Dann gehen wir die Treppe hinunter zurück zur Fußgängerzone, lassen das Denkmal Steinmeister & Wellensiek diesmal links liegen, um nun die Bahnhofstraße in die andere Richtung entlangzugehen. Gleich hinter der Bolldammbrücke am Mittelpunkt des Radverkehrsnetzes Bünde biegen wir rechts in den Frühlingsweg.

   

Budde-Hof (Beschreibung Station 14)

Der im Jahre 1750 erbaute Budde-Hof stand ursprünglich in der Bauerschaft Wester bei Ladbergen. Mit Zustimmung des Landeskonservators ließ die Familie Winkler es 1977 am Frühlingsweg in Bünde wieder aufbauen. Hier erhielt das Haus eine neue Funktion. Es beherbergt nun ein Restaurant mit Bauernstube. Das niederdeutsche Zweiständerhaupthaus war Teil einer Hofgruppe mit Heuerlingshaus, Scheune, Backhaus und Leibzuchtkotten.

Adresse:
Frühlingsweg 9
32257 Bünde

Nun genießen wir die Ruhe und die Natur entlang der "Else" bis zur Gasstraße, der wir bis zum Ende folgen. Dort spazieren wir links in die Wasserbreite und stoßen nach rund 150 Metern auf Station 15:

   

Tabakspeicher (Beschreibung Station 15)


Der wuchtige, rote Backsteinbau ist ein markantes und vertrautes Wahrzeichen für unsere Stadt. 1896 wurde der Speicher durch die Firma Leopold Engelhardt & Biermann als Tabaklagerhaus erbaut. Er hat vier Vollgeschosse und zwei Dachgeschosse. Unterkellert ist er nicht. Seine Architektur entspricht den Speicherbauten der deutschen Hafenstädte, das Sichtmauerwerk aus roten Ziegelsteinen, die Gliederung seiner Fassade durch Pfeilervorbauten. Die Dachform und der Lastenaufzug an der Giebelseite verweisen auf diese Provenienz und geben dem ganzen Bau ein leichtes hanseatisches Aussehen. Von seinen Erbauern wurde sein Standort in unmittelbarer Nähe des Güterbahnhofes gewählt. Somit konnten die Transportwege gering gehalten werden.
1930 gab die Firma Engelhardt & Biermann den westfälischen Produktionsbereich auf und damit auch den Tabakspeicher in Bünde. Er ging mit dem gesamten Betriebsgelände einschließlich der Fabrikgebäude in den Besitz der Deutschen Reichsbahn über. Von deren Rechtsnachfolger, der Deutschen Bundesbahn, erwarb die Stadt Bünde im Jahre 1973 das Grundstück mit den dazugehörigen Gebäuden. 1974 wurde das Fabrikgebäude abgerissen, der Tabakspeicher blieb stehen. Von verschiedenen Bünder Zigarrenfabriken wurde er zur Tabaklagerung genutzt. Zwischenzeitlich diente er auch als Möbellager. Heute dient er weiterhin als Tabaklager für die Zigarrenfabrik André. 2 Geschosse nutzt das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum als Magazin. Hier lagern Maschinen der Zigarrenfabrikation, mit denen sich die maschinelle Verarbeitung des Tabaks und die Zigarrenherstellung vorzüglich präsentieren ließen.
Seit dem 14.7.1986 ist der Speicher eingetragenes Denkmal und damit sein Bestand durch Gesetz geschützt. Von 1990 bis 1992 wurde der Tabakspeicher im Rahmen denkmalschützerischer Maßnahmen vollständig renoviert.
Adresse:
Wasserbreite 5
32257 Bünde

Nach der Besichtigung dieses Industriedenkmals gehen wir über den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und vor dem DB Bahnhof entlang zur Unterführung rechts. Auf der anderen Seite halten wir kurz an Brunnen "Arche Noah" und laufen dann weiter geradeaus bis zur Station 16:

   

Universum (Beschreibung Station 16)


 "Der Glöckner von Notre Dame" war der erste Film im 1924 erbauten Lichtspielhaus Wittekind. Die expressionistisch gestaltete Eingangsfront ist ein Blickfang und weist mit der Fassadengestaltung und der Säulenstellung auf die Tradition hin, in der die Lichtspielhäuser der damaligen Zeit gebaut wurden. Die Tradition der bürgerlichen Saalbauten spiegelt sich auch in der Innenraumarchitektur mit Bühne und Empore wider.
Der Förderverein Universum rettete das bekannte Kino im Stadtteil Ennigloh vor dem Verfall. Mit großem bürgerschaftlichen und persönlichen Engagement vieler Vereinsmitglieder und Unterstützung der Stadt Bünde entstand ein Veranstaltungsort im Stil der 50er Jahre nicht nur für Filmvorführungen. Das UNIVERSUM präsentiert unendliche Unterhaltung von Kino über Konzert bis Kabarett.

Das Universum-Filmtheater ist heute ein modernes Veranstaltungszentrum mit circa 220 - 240 Plätzen. Das Haus wird vom Förderverein Universum geführt.
Mit seiner Einrichtung als Kino im Stil der 50er Jahre und mit seinem attraktiven Programmangebot ist das Universum ein kulturelles "Highlight" für Bünde und die Region.

Adresse:
Veranstaltungsort
Hauptstraße 9
32257 Bünde

Telefon: 05223/178888 (Universum BetriebsGmbH)
Telefax: 05223/178877
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http://www.universum.tv
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Von hier geht es wieder ein Stück zurück. Vor den Bahnschienen biegen wir nach links ab und stoßen auf einen kleinen Park. Dahinter steht die Station 17:

   

Altes Amtshaus Ennigloh (Beschreibung Station 17)


Im früheren Amtshaus Ennigloh, einem prächtigen Jugendstilgebäude mit renaissanceartigem Südgiebel aus dem Jahre 1902, hat heute die Musikschule der Stadt Bünde ihren Sitz.
Die Architektur des ehemaligen Sitzes der staatlichen Obrigkeit verkörpert im hohen Maße den wilhelminischen Zeitgeist. Eine Wirkung, die durchaus beabsichtigt war, wollte man doch verdeutlichen, welche herausragende Stellung die Verwaltung und insbesondere die an ihrer Spitze stehende Person des Amtmannes gegenüber dem gemeinen Bürger hatte. In der Kommunalgeschichte der Stadt markiert das Amtshaus in Ennigloh einen wichtigen Punkt. Dieses Gebäude steht als ein Symbol für die Loslösung Bündes aus dem verwaltungsmäßigen Verbund der umgebenden Landgemeinden und seiner Etablierung als Stadt. Denn am 22.5.1902 war an Bünde die Städteordnung verliehen worden, was zur Konsequenz hatte, dass Bünde als amtsfreie Stadt nicht mehr Sitz des Amtes Bünde sein konnte, der Sitz der Amtsverwaltung nach Ennigloh verlegt wurde und dort unmittelbar an der Grenze zu Bünde das neue Amtshaus gebaut wurde. Bis zum 1.1.1969 wurden von hier aus die Bürger der Gemeinden Hunnebrock, Hüffen, Werfen Ahle, Holsen, Muckum, Ennigloh, Dünne, Spradow und Südlengern verwaltet.
Adresse:
Amtshausplatz 1
32257 Bünde
Der Weg zurück zum Ausgangspunkt geht zu Fuß wieder durch die Unterführung die verkehrsberuhigte Bahnhofstraße entlang vorbei an vielen Fachgeschäften, Eisdielen und Cafés. Bequemer geht es mit dem Stadtbus. Jede halbe Stunde bringt er Sie von der Haltestelle am ZOB wieder zur Treffpunkthaltestelle am Museumsplatz.

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