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18.06.2018

Erweitertes Angebot in der städtischen Pflegeberatung –Stadt Bünde unterzeichnet Kooperationsvereinbarung mit dem Demenzfachdienst im Kreis Herford

Sich um einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu kümmern bringt viele Familien an ihre Grenzen. Unterstützung von außen kann dabei wesentlich erleichtern. Weil das Thema „Pflege“ immer wichtiger wird, hat die Stadt Bünde das Angebot der Pflegeberatung durch eine Kooperation mit dem Demenzfachdienst im Kreis Herford ergänzt. Dem vorausgegangen war ein einstimmiger Beschluss des Ausschusses für Generationen und Soziales Ende Februar 2018 – nun wurde die Vereinbarung zwischen der Stadt Bünde und dem Demenzfachdienst im Rathaus unterzeichnet.

„Ohne Pflege von Demenzkranken in der Familie hätten wir schon lange einen Notstand“, so der Erste Beigeordnete Günther Berg, der sehr gerne seine Unterschrift unter die Kooperationsvereinbarung setzte. „Es ist erfreulich, dass die Stadt Bünde durch die Kooperation nun eine gezielte Anlaufstelle für Betroffene sein kann. Unsere Pflegeberatung übernimmt eine Art Lotsenfunktion, die die Kontakte direkt an den Demenzfachdienst weiterleitet.“ Ein gutes Netzwerk, das effiziente Hilfe verspreche.

Der Demenzfachdienst im Kreis Herford wird durch das Diakonische Werk im Kirchenkreis Vlotho e. V. und die PariSozial Minden-Lübbecke/Herford getragen. „Es gibt mittlerweile schonsehr viele Angebote und Hilfen für die ambulante Pflege, so dass ein Pflegeheim nicht mehr die erste Wahl sein muss“, erklärt Hartmut Emme von der Aue von PariSozial. Die Beratung findet in der Regel zuhause bei den Klienten statt, weil so am besten auf die persönliche Situation und das Umfeld eingegangen werden kann. Naila Altvater von PariSozial ist neben Susanne Fartak die zuständige Fachberaterin und diejenige, die den Kontakt zu den Familien aufnimmt: „Ich bleibe die einzige Ansprechpartnerin und helfe der Familie, auf sie abgestimmte Strukturen zu finden.“
Der Beratungsprozess dauere etwa vier bis sechs Monate. Ein wichtiger Bestandteil der Beratung ist das „Logbuch Demenz“, ein Patientenpass für Menschen mit Demenz. Es vereint alle wichtigen Daten und Unterlagen und ist eine willkommene Hilfestellung für Angehörige sowie Akteure der Medizin, Pflege und Betreuung. Kostenträger für die Demenzfachberatung sind die Pflegekassen, daher ist diese für die Familien kostenfrei.
Die Stadt Bünde bietet seit 1991 Pflegeberatung an. „Es ist uns ein Anliegen, die Unterstützung in diesem Bereich ständig zu erweitern und der Zeit anzupassen“, ergänzt Günther Berg. Wer Hilfe benötigt, kann sich gerne an die städtische Pflegeberatungsstelle unter 05223 161-403 wenden. Die Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 08.30 bis 12.00 Uhr. Termine nach vorheriger Absprache (auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich).
Weitere Infos gibt es auch über das Infotelefon Demenz, Telefon: 01804-45 33 00.

Auf dem Foto (v.l.n.r.):
Hinten (v.l.n.r.): Naila Altvater (PariSozial), Christel Niehaus (Pflegeberatung Stadt Bünde)
Vorne (v.l.n.r.): Stefan Bohnhorst (Sozialamtsleiter Stadt Bünde), Hartmut Emme von der Ahe (PariSozial), Günther Berg (Erster Beigeordneter Stadt Bünde)


Telefon: 05223/161-0
Telefax: 05223/161-351
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