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27.09.2018

Stadtmarketing lässt Passantenbefragung in der Bünder Innenstadt durchführen

Besucher bewerten die Qualität der City

Bünde. Wie wird die Bünder Innenstadt anno 2018 wahrgenommen? Was kommt gut an, was nicht, wo sollte nachgebessert werden? Und wer besucht überhaupt die City und warum? Das Bünder Stadtmarketing wollte es genau wissen und hatte im April eine Passantenbefragung in Auftrag gegeben – nun liegen die Ergebnisse vor.

„Wir wollten ein aktuelles Stimmungsbild erstellen und wissen, wie sowohl die einheimischen als auch auswärtigen Besucher die Bünder Innenstadt beurteilen“, sagt Ralf Grund vom Stadtmarketing. In der von den Dortmunder Standortspezialisten „Stadt + Handel“ durchgeführten und ausgewerteten Passantenbefragung äußerten sich die Teilnehmer zu unterschiedlichen Aspekten wie Besuchsgrund, Einkaufsverhalten, Aufenthaltsdauer oder Verkehrsmittelnutzung, zudem konnten sie zahlreiche Aspekte der Innenstadt ganz konkret bewerten. Insgesamt wurden an zwei Tagen 170 Personen befragt, zwei Drittel gab als Wohnort Bünde an. Die Auswertung hätte wie erhofft einige interessante Punkte ans Tageslicht gebracht, so Grund: „In der Summe sind wir zufrieden, aber es gibt auch einige Bereiche, wo wir Entwicklungspotenziale sehen und einige, wo ganz klar Handlungsbedarf besteht.“
Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten war zum Einkaufen in der Innenstadt, 29 Prozent zum „Aufenthalt und Bummeln“, 19 Prozent für Dienstleistungen wie Arzt- oder Friseurtermine, und 18 Prozent besuchten eine Gastronomie oder waren verabredet. „Ein erfreuliches Ergebnis ist aus unserer Sicht, dass sich 40 Prozent der Befragten entweder täglich oder mehrfach die Woche in der Innenstadt aufhalten“, so Grund. Bei der Aufenthaltsdauer ist eine erwartungsgemäß große Bandbreite zu erkennen: Mit 34 Prozent die größte Gruppe der befragten Passanten hat sich anderthalb bis zwei Stunden in der City aufgehalten, ein Viertel war eine halbe bis eine Stunde dort.
Der Weg in die Innenstadt wird vom motorisierten Individualverkehr dominiert, zwei Drittel nutzten Pkw oder Motorrad. „Auf der anderen Seite waren 28 Prozent entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, darauf wollen wir weiter aufbauen“, so Grund. In puncto Kaufkraftbindung sieht das Stadtmarketing die Innenstadt sowie Bünde im Allgemeinen gut aufgestellt. „Für den Bedarf des täglichen Lebens wie Lebensmittel, Drogerieprodukte, Bücher oder Bekleidung, aber auch bei Spielwaren, Schmuck oder Sportartikel bleibt Bünde als Einkaufsstandort attraktiv.“ Alleiniger Ausreißer seien Möbel, die nur acht Prozent der Befragten in der Elsestadt kaufen würden.
Recht gut schlägt sich Bünde auch bei den konkreten Bewertungen für die Innenstadt, hier wurden für 12 Bereiche Schulnoten verliehen. Sauberkeit und Sicherheit (2,1), Dienstleitungsangebot (2,2) und Stellplatzangebot (2,3) sind hier ganz weit vorne, wohingegen das Freizeitangebot (3,4) oder das Angebot an Veranstaltungen in der Innenstadt (2,9) schlechter abschneiden. „Diese Ergebnisse interpretieren wir als Handlungsempfehlungen, mehr Leben in die Stadt zu bringen, sei es durch Aktionen oder Veranstaltungen, aber auch durch eine permanente Steigerung der Aufenthaltsqualität“, sagt Grund. Man müsse am Ball bleiben, zum Beispiel die Möglichkeiten Neuer Medien nutzen und Angebote für das Smartphone schaffen, sowie auf das geänderte Konsumverhalten der Menschen reagieren. „Da tendenziell immer später eingekauft wird, könnte ich mir monatlich einen langen Einkaufsdonnerstag oder längere Öffnungszeiten am Samstag mit Aktionen und Rahmenprogramm in Bünde gut vorstellen.“ Man sehe ja am Beispiel Abendmarkt, wie gut Konzepte zur Belebung der Innenstadt funktionieren können.


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