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Haltungsanzeige und Haltungserlaubnis

Das zum 01.01.2003 in Kraft getretene LHundG NRW (früher: Landeshundeverordnung) sieht bei bestimmten Hundehaltungen eine besondere Erlaubnispflicht bzw. eine Anzeigeverpflichtung vor.

Wann besteht eine Anzeigepflicht? (§ 11 Abs. 1 LHundG NRW)
Die Haltung eines Hundes, der ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreicht, ist der Ordnungsbehörde am Hauptwohnsitz durch die Halterin oder den Halter schriftlich als sogenannter großer Hund anzuzeigen.

Für die Haltungsanzeige erforderliche Unterlagen:

  • schriftliche Haltungsanzeige/Formular
  • Sachkundebescheinigung
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung (Mindestdeckungssumme: 500.000 Euro/Personenschäden, 250.000 Euro/sonstige Schäden)
  • Kennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip

Die Verwaltungsgebühr für die Bearbeitung der Haltungsanzeige für sogenannte große Hunde beträgt 25,00 Euro.

Wann ist eine Haltungserlaubnis erforderlich?
Erlaubnispflichtige Hunde dürfen nur gehalten werden, wenn die zuständige Behörde (örtliche Ordnungsbehörde) eine Erlaubnis zur Haltung dieser Hunde erteilt hat. Dazu zählen:

Gefährliche Hunde (§ 3 Abs. 2 LHundG NRW)
Hierzu gehören Hunde der Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier, deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden.

Hunde bestimmter Rassen (§ 10 LHundG NRW)
Hierzu gehören Hunde der Rassen Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu, Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden.

Für die Haltungserlaubnis erforderliche Unterlagen:

  • schriftlicher Antrag/Formular
  • Nachweis der Volljährigkeit von Halterin oder Halter
  • Sachkundebescheinigung der amtlichen Tierärztin/des amtlichen Tierarztes
  • Zuverlässigkeitsnachweis durch Führungszeugnis
  • Nachweis der ausbruchsicheren Unterbringung des Tieres
  • Tierhalter-Haftpflichtversicherung (Mindestdeckungssumme: 500.000 Euro/Personenschäden, 250.000 Euro/sonstige Schäden)
  • Kennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip

Die Erteilung der Haltungserlaubnis ist gebührenpflichtig und beträgt, abhängig von der Rassezugehörigkeit und dem Verwaltungsaufwand, 70,00 Euro bis 100,00 Euro. Zudem entstehen durch die Einholung des Führungszeugnisses weitere Kosten i.H.v 13 Euro.

Formulare/Download
Sie können das Formular für die Beantragung der Haltungserlaubnis sowie die Anzeige der Haltung eines großen Hundes direkt herunterladen. Bitte senden Sie diesen Vordruck vollständig ausgefüllt und unterschrieben an die Stadt Bünde, Abteilung Ordnung, Postfach 2749, 32227 Bünde.

Haltungserlaubnis § 3 LHundG (gefährliche Hunde)
Haltungserlaubnis § 10 LHundG (Hunde bestimmter Rassen)
Haltungsanzeige § 11 LHundG (große Hunde 40 cm/20 kg)
Merkblatt für Hundehalter

   

Anleinpflicht


Anlein- und Aufsichtspflichten

Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht. Halter bzw. Aufsichtspersonen müssen den Hund jederzeit sicher führen und kontrollieren können.

Alle Hunde sind nach § 2 Abs. 2 LHundG NRW an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen

  1. in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
  2. in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten und Grünanlagen,
  3. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
  4. in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

Neben den Regelungen des LHundG NRW enthält auch die Ordnungsbehördliche Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Bünde (OVO) spezielle Bestimmungen zur Anleinpflicht:

§ 5 Abs. 1 OVO: Auf Verkehrsflächen und in Anlagen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile sind Hunde an der Leine zu führen. Im Übrigen gelten die Vorschriften des LHundG NRW. Eine besondere Anleinpflicht gilt auch für die folgenden Bereiche:

  1. auf dem Elsedamm Nordseite zw. Osnabrücker Straße und Grabenstraße;
  2. auf dem Elsedamm Südseite zwischen Nordring Kanu-Club und Lübbecker Straße;
  3. auf der Radwegverbindung zwischen Ecke Elsedamm/Sachsenstraße und Werfer Straße (Bereich Sachsenstr., Dürerstr., Straße und Radweg zw. Dürerstraße und Lenastraße und Lenastraße)
  4. im Steinmeisterpark und Dustholzpark

Nach § 9 Abs. 4 OVO Stadt Bünde dürfen auf Kinderspielplätzen Tiere nicht mitgeführt werden.

Damit ist es erlaubt, jeweils mit Ausnahme der in § 2 Abs. 2 LHundG NRW und § 5 Abs. 1 OVO Stadt Bünde genannten Bereichen, Hunde auf allen Wegen und Plätzen nur außerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile unangeleint zu führen.

Für sogenannte „gefährliche“ Hunde und „Hunde bestimmter Rassen“ gilt außerhalb des befriedeten Besitztums eine generelle Anlein- und Maulkorbpflicht nach § 5 LHundG NRW (soweit keine Befreiung durch die Ordnungsbehörde erteilt wurde), also auch beim Spaziergang durch Wald und Feld.

 

 

Verunreinigungsverbot
Nach § 5 Abs. 2 OVO der Stadt Bünde hat derjenige, der auf den Verkehrsflächen und in den Anlagen Tiere mit sich führt, auftretende Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen.

Grundsatz
Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.

Hundesteuer
Jeder Hund ist unabhängig von seiner Rassezugehörigkeit und Größe beim Steueramt zur Hundesteuer anzumelden.

gesetzliche Grundlagen


Telefon: 05223/161-0
Telefax: 05223/161-351
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