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Flüchtige organische Lösemittel (VOC): Verwendung anzeigen

Beschreibung

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) sind Lösemittel, die schon bei niedrigen Temperaturen (Raumtemperatur) verdampfen oder durch die jeweiligen Verwendungsbedingungne flüchtig werden. Dies ist beispielsweise bei Erhitzen von Beschichtungsmassen der Fall. Die Lösemittel kommen zum Einsatz in:

  • Reinigungsmitteln,
  • Dispersionsmitteln,
  • Konservierungsmitteln und
  • Weichmachern sowie
  • zur Einstellung der Viskosität und
  • zur Einstellung der Oberflächenspannung.

Alle betrieblichen Tätigkeiten, bei denen flüchtige organische Lösemittel verwendet werden könnten, sind in der Lösemittel-Verordnung aufgeführt. Dies sind insbesondere das Herstellen und der Einsatz von Farben, Lacken und Beschichtungsstoffen.

Was regelt die Lösemittel-Verordnung?

Durch die 31. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (31. BImSchV) oder auch Lösemittelverordnung soll das Freisetzen von flüchtigen organischen Verbindungen bei Produktionsprozessen minimiert werden. Lösemittelemissionen in der unteren, bodennahen Atmosphäreschicht stellen eine Gesundheitsbelastung dar und begünstigen die Bildung von Ozon beim sogenannten "Sommersmog".

Werden in Anlagen flüchtige organische Verbindungen eingesetzt, besteht nach der Lösemittel-Verordnung die Pflicht, die Lösemittelemissionen zu begrenzen:

  • In den allgemeinen Anforderungen ist die Auswahl und Handhabung der Lösemittel vorgegeben.
  • In den speziellen Anforderungen sind Grenzwerte im gefassten und nicht gefassten Abgas beschrieben.

Statt die speziellen Anforderungen einzuhalten, kann sich die Betreiberin oer der Betreiber zu einem verbindlichen Reduzierungsplan verpflichten. Im Reduzierungsplan wird der Verbrauch an flüchtigen organischen Lösemitteln so weit verringert, dass – auf die gesamte Anlage bezogen – keine größere Menge an Lösemittel abgeben wird, als bei Einhalten der Abgasgrenzwerte.

Die Lösemittel-Verordnung betrifft sowohl Anlagen, die nach dem Immissionsschutzrecht genehmigt sind (BImSchG-Anlagen) als auch Anlagen mit einer Baugenehmigung. Ob Ihre Anlage unter die Vorgaben der BImSchV fällt, ergibt sich aus dem Lösemittelverbrauch und der Tätigkeit, bei der die Lösemittel eingesetzt werden.

Überschreitet eine nach dem Baurecht genehmigte Anlage den in der Lösemittelverordnung aufgeführten Schwellenwert, ist dieses der zuständigen Behörde vor Inbetriebnahme anzuzeigen.

Unterlagen/Nachweise

  • Das Umweltministerium stellt im Internet unter Formulare für die Anzeige zur Verfügung. Füllen Sie diese bitte aus.
  • Zusätzlich wird die jährliche Lösemittelbilanz nach Anhang V der Lösemittelverordnung benötigt. Im Laufe des Anzeigeverfahrens können je nach Anlagenart noch weitere Unterlagen notwendig werden. Gerne kann der Umfang der Unterlagen im Vorfeld der Anzeige mit uns abgestimmt werden.

Rechtsgrundlagen

  • Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
  • Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen bei Verwendung organischer Lösemittel in bestimmten Anlagen (31. BImSchV)
  • Technische Anleitung Luft (TA Luft)

Kosten/Gebühren

Die Anzeige selbst ist zunächst gebührenfrei. Im Laufe des Verfahrens können sich Kosten durch Umweltinspektionen oder die Prüfung von Messberichten oder Reduzierungsplänen ergeben.

Kontakt

Jowanka Cremer
Genehmigungsverfahren und Umweltinspektionen für Enger, Hiddenhausen und Rödinghausen
Telefon: 05221 13-2245
Telefax: 05221 13-172245
E-Mail schreiben
Detlef Kasper
Stellungnahmen in baurechtichen Verfahren, Messdienst
Telefon: 05221 13-2222
Telefax: 05221 13-172222
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Christian Pelzer
Stellungnahmen in baurechtlichen Verfahren
Telefon: 05221 13-2221
Telefax: 05221 13-172221
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Ulrich Rehage
Genehmigungsverfahren und Umweltinspektionen für Herford, Spenge und Vlotho
Telefon: 05221 13-2220
Telefax: 05221 13-172220
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Michael Specht
Genehmigungsverfahren und Umweltinspektionen für Bünde, Löhne und Kirchlengern
Telefon: 05221 13-2219
Telefax: 05221 13-172219
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Telefon: 05223/161-0
Telefax: 05223/161-351
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